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Woher kommen Versicherungen?
Was sollen eigentlich Versicherungen

Versicherungen sind keine neuzeitliche Erfindungen. Bereits die alten Phönizier 3000 Jahre v. Chr. schlossen sich zu Verbänden (Versichertengemeinschaft) zusammen und zahlten in eine gemeinsame Kasse (Versichertenbeitrag / Versicherungsprämie), um z.B. bei Verlust einer Schiffsladung (Versicherungs- / Schadensfall) die Ladung des Geschädigten (Versicherter) zu ersetzen (Versicherungsleistung). Die in Klammern stehenden Begriffe gab es damals natürlich nicht. Sie sind doch eher eine Erfindung der Neuzeit.

Und trotzdem zeigt sich (die Kette von historischen Beispielen könnte mühelos fortgesetzt werden), dass die Menschen damals wie heute Angst vor dem Zufall hatten und haben. Tausendmal und mehr geht es gut und dann erwischt es einen. Der Drang die "tragischen Zufälle des Lebens" wenigstens finanziell auszugleichen und die Entwicklung der Mathematik des 16./17. Jahrhunderts (Wahrscheinlichkeitsrechnung) begründeten einen neuen Industrie- besser Dienstleistungszweig - die VERSICHERUNGEN.

In diesem Entwicklungsprozess haben neben vielen Forschern und Unternehmern auch deutsche Mathematiker wie Leibniz und Gauß sowie deutsche Unternehmen Pionierarbeit z.B. durch die Gründung der "Hamburger Feuerkasse" auf dem internationalen Versicherungssektor geleistet.

(Kenner der Materie mögen es dem ADB nachsehen, dass diese Darstellung nicht annähernd vollständig sein kann - sie soll es auch nicht.)


Was gibt es zu heutigen Versicherungen sagen?

Wie sicher sind Versicherungen?


Der Versicherungsvertrag sieht im privaten Bereich schnell mehrere Millionen Euro Deckung vor, ganz zu schweigen von industriellen Bereichen, wo zum Beispiel Tanker mit hunderten Millionen Euro abgesichert werden müssen oder zum Beispiel eine größere Nordseebohrinsel mit über 2 Mrd. Euro zu Buche schlägt. Da ist die Frage nach der Zuverlässigkeit schon berechtigt.

 


Franziska 2. Klasse

Hierbei muss unterschieden werden in Risiken die nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip der großen Zahl (z.B. Haftpflichtversicherungen für Familienhaushalte) oder industrielle Großwagnisse (wie eine Bohrinsel). Bei letzterem schließen sich mehrere (mitunter dutzende) Versicherungen zusammen und tragen als weltweites Konsortium das Risiko gemeinsam.
Bei der Haftpflicht dagegen gibt es jahrzehntelange Erfahrungen über die Häufigkeit und das Ausmaß von Schadensfällen, so dass eine unternehmenseigene Kalkulation diese Schäden abdecken kann. Was aber bei außergewöhnlichen Schadensbelastungen? Auch hierfür haben die deutschen Versicherer durch große Rückstellungen Vorsorge betrieben. Beweis dafür ist, dass in den letzten Jahrzehnten kein Versicherungsunternehmen in Konkurs gegangen ist.

Besondere Sorgfaltspflichten werden den deutschen Lebens- und Rentenversicherungen auferlegt, deren Bonität (mitunter leider auf Kosten der Rendite) auch von Verbraucherschutzorganisationen als äußerst hoch eingeschätzt werden.
Zusätzlich sichern sich auch Versicherungsgesellschaften bei schwierigeren Risiken bei entsprechenden Versicherungsrückgesellschaften ab (dies sind die Versicherungen der Versicherungen), so dass auch von dieser Seite eine zweite Absicherungsebene eingerichtet ist.

Völlig ohne Versicherungen?


Mitunter wird behauptet, wer nichts hat, hat auch nichts zu verlieren! Also keine Versicherungen !
Wenn man sich das Gesagte genauer anschaut, ist das jedoch ein (teurer) Trugschluss. Denn nicht nur die staatlich vorgeschriebene Pflichtversicherungen (z.B. für Auto, Motorrad, Öltank etc.) werden unterschlagen, sondern vielmehr die eigene Gesundheit, die wirtschaftliche Existenz, der Hausrat oder die unbegrenzte Pflicht zu Schadensersatz, die auch Jahrzehnte erhalten bleiben kann.


Franziska 2. Klasse
Sich auf Almosen, Spenden oder staatliche Großzügigkeit zu verlassen, halten wir unter heutigen Umständen für mehr als risikovoll. Zudem kommt, dass die Risiken wachsen im Gegensatz zu den staatlichen Leistungen, die beständig auf dem Rückweg sind. Hier kommt man auch unabhängig von Risikobereitschaft an wichtigen Absicherungen nicht vorbei. Dass dies auch der Staat so sieht, spiegelt sich unter anderem in der Steuerpolitik wider, wo viele Versicherungssparten begünstigt werden.