Private Krankenvollversicherung

Über die private Krankenversicherung sind ganze Bücher geschrieben
worden. Solche, die die private Krankenversicherung verteufeln, genauso wie
solche, die sie in den höchsten Tönen loben.
Was ist dran mit dem Reiz auf die Komfortklasse im Krankenhaus, auf den
kurzen Smalltalk mit dem Herrn Professor als Privatpatient ?
Was ist dran an unbezahlbaren Beiträgen, mit der Kostenexplosion im
Gesundheitswesen ?
Der Akademische Dienst Berlin möchte zu diesem Gebiet Stellung nehmen
und Licht und Schatten aufzeigen. (Auch unter dem Gesichtspunkt, dass der ADB jedes Jahr viele Kunden und Mandanten beim Übergang von der
gesetzlichen in die private Krankenversicherung begleitet.)
Aber wie immer liegt der Teufel im Detail und daher auch auf diesem Gebiet
der Reihe nach.
Esther, 2. Klasse
Krankenversicherung im Detail...
Wer kann / soll sich mit dem Thema beschäftigen ?
Nicht jeder kann (nicht jeder will auch) sich privat krankenversichern. Rund
90 Prozent der Bevölkerung ist gesetzlich versichert und nur die
verbleibenden 10 Prozent sind privat krankenversichert. Aber auch diese zehn
Prozent machen ca. 7,522 Millionen Versicherte aus und haben ein großes
Gewicht im Gesundheitswesen.
(Entwicklung der privat Versicherten nach 45 in Spiegel
der Gesetzgebung)
Ob man sich überhaupt privat krankenversichern kann / soll, wollen wir
nachfolgend untersuchen. Gerade hier hat insbesondere der Gesetzgeber enge
Grenzen gesetzt.
Personengruppen für eine private Krankenversicherung
-

private Krankenversicherung und
Studenten
-

private Krankenversicherung
und freiberuflich Tätige / Selbständige /
Unternehmer
-

private Krankenversicherung und
Arbeiter/Angestellte mit überdurchschnittlichen
Einkommen
hier NEU die aktuellen Regelungen zur
Beitragsbemessungsgrenze
-

private Krankenversicherung
und Beamte / Beamte mit freier Heilfürsorge
Wenn Sie festgestellt haben, dass Sie zu dem kleinen Kreis gehören,
die die private Krankenversicherung als vollständigen Ersatz für
die gesetzliche Versicherung realisieren können, lohnt sich ein
näheres "Beschäftigen" mit der privaten Krankenversicherung. Wenn
nicht, sind Sie natürlich genauso herzlich eingeladen, sich über
die private als auch über die gesetzliche Krankenversicherung näher
zu informieren.
Entscheidungshilfen
Ein Entscheidungsschwerpunkt hat mit der Familienzusammensetzung bzw. der
Familienplanung zu tun.
Weiterhin ist es so, dass Hausfrauen, Kinder und Geringverdiener in
der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert sind. D.h. ein
Beitragszahler reicht aus, um die restlichen (nichtarbeitenden)
Familienmitglieder abzusichern. (Auch wenn dieses Familienprinzip seit einiger
Zeit unter Beschuss ist, wird es sicher noch einige Jahre halten.)
Anders dagegen in der privaten Krankenversicherung, hier erhält jeder
einen eigenen Vertrag und es muss auch für jeden Versicherten ein
Beitrag gezahlt werden.
Ein Entscheidungshilfe erhalten Sie mit dem nächsten Schaubild

(nicht gültig für Beamte)
Ein anderer Entscheidungsschwerpunkt ist die eigene Gesundheit.
Hier könnten sicher ganze Kompendien zitiert werden, was unseren Rahmen
deutlich sprengen würde. Wir wollen uns daher auf unsere Erfahrungen
stützen.
Bei der Kalkulation ihrer Neuzugangsbeiträge gehen die
Krankenversicherungsunternehmen davon aus, dass bei Antragstellung keine
Vorerkrankungen oder gesundheitlichen Einschränkungen bestehen
bzw. keine ärztlichen/zahnärztlichen Behandlungen angeraten oder vorgesehen
sind. Liegen diese Voraussetzungen im konkreten Fall jedoch nicht
vor, prüft das Unternehmen, ob
das dann gegebene Kostenfolgerisiko durch besondere Vertragsvereinbarungen in Form von
Zuschlägen, Ausschlüssen oder Höchstsummen einkalkuliert werden kann. Ist dies nicht möglich, kann
es durchaus auch zu Ablehnungen oder Zurückstellungen der betreffenden KV-Anträge kommen.
Die privaten Krankenversicherer setzen demnach normale
Gesundheitsverhältnisse voraus. D.h. sie dürfen
selbstverständlich auch mal krank gewesen sein !
Tendenziell kann gesagt werden, dass die Versicherer mit einmaligen
Krankheiten selten Probleme haben, bei chronischen Krankheiten dagegen schnell
mit Zuschlägen oder auch Ablehnungen reagieren.
Wie ein und dieselbe Vorerkrankung von verschiedenen Krankenversicherer jedoch
in der Risikoprüfung eingeschätzt wird, kann sehr unterschiedlich
ausfallen. Wir als Maklerunternehmen holen in solchen Fällen mehrere
Angebote parallel ein, um hinterher zu schauen, wo ein günstiges
Preis-Leistungsverhältnis vorliegt.
Hier einige Erfahrungswerte von häufigen Erkrankungen:
-
Allergien (Heuschnupfen) - Zuschläge von 0-30
% auf ambulante Tarife
-
Wirbelsäule Zuschläge bis hin zur Ablehnung
-
Atemwegserkrankungen - Zuschläge bis hin zur Ablehnung
-
mehr als 2 fehlende und nicht sanierte Zähne -
Zuschläge, strengere Höchstsätze
-
Psychotherapie - häufig Ablehnung
-
Übergewicht - Zuschläge von 0-30 %
-
Augen über 5-7
Dioptrien - Zuschläge von 0-30
% auf ambulante Tarife
-
Herz - Kreislauferkrankungen - Zuschläge bis hin
zur Ablehnung
(Bitte beachten Sie, dass jeder Fall individuell geprüft werden
muss und selbst langjährige Erfahrungswerte nicht verbindlich sind.)
Der aus unserer Sicht wichtigste Entscheidungsschwerpunkt sollten jedoch
die angebotenen Leistungen sein.
Bei den Leistungen gibt es eine große Palette an
Möglichkeiten. Man sollte dabei aber auch stets einen Vergleich
mit dem gesetzlichen System haben.

Vergleich
gesetzliche und private Krankenversicherung
 die wichtigsten
Leistungsmerkmale mit Erklärungen
(umfangreiche Darstellung der wichtigsten privaten Leistungen)
Der wohl wichtigste / zweitwichtigste Entscheidungsschwerpunkt ist der Preis.
Hier können wir bei über 50 deutschen Krankenversicherern
verständlicherweise nicht einen genauen Preis vorgeben. Auch ist der
Preis sehr von Ihren Wünschen abhängig. (Eine Einbettversorgung
im Krankenhaus ist natürlich wesentlich teurer als eine Zweitbettversorgung
oder gar ein Mehrbettzimmer). Wie sich die Preise ändern, können
Sie in unseren Angebotsseiten gern entnehmen.
(rechts Idealkalkulation) |
 |
Die Monatsbeiträge hängen ab:
-
 von der Wahl der versicherten
Leistungen
-

vom Eintrittsalter
-

von der Höhe der Selbstbehalte
(von 0,- € über viele Stufen bis hin zu mehreren tausend € pro Jahr)
-

vom Geschlecht
-

ob Gesundheitszuschläge erhoben
werden müssen
-

berufliche Risiken

vom
10% Beitragszuschlag erhoben ab 1.1.2000 für alle Neuverträge
(siehe Änderungen durch die Gesundheitsreform 2000)
(weitere Einschnitte in der GKV Versorgung durch die Gesundheitsreform
2004)
-

Freizeitrisiken
-

-
 
und ganz
entscheidend natürlich auch von einem leistungsbeständigen
Krankenversicherer
Und hier kommt auch schon das Problem: "Was wird mit Beiträgen im Alter?"
Dies war das umstrittenste Thema bei der privaten Krankenversicherung.
Seit 1995 ist von gesetzlicher Seite etwas Abhilfe geschaffen worden, vieles
ist auch von den privaten Krankenversicherern getan worden. Doch alles für
die meisten Firmen und Versicherten viel zu spät und teilweise auch
noch nicht ausreichend.
Einige Versicherer sind über neue Tarifgenerationen ausgewichen und
haben ihre alten Kunden regelrecht im Regen stehen lassen. (Erst seit 1995
müssen die Neutarife auch für die alten Kunden offen stehen, was
aber nicht heißt, dass dies schon gängige Praxis ist..) Angebote
dieser Versicherer, auch wenn ihre derzeitigen jungen Tarife preislich sehr
günstig sein sollten, können wir nicht empfehlen.
Auch der 1995 gesetzlich aufgelegte Standardtarif für
Rentner hat Entlastung für die älteren Versicherten gebracht.
Die Tatsache, dass kaum ein Versicherter von diesem gesetzlichen
Standardtarif Gebrauch machte, zeigt jedoch, dass die privaten
Krankenversicherer durchaus in der Lage sind, auch für ältere
Versicherte bezahlbare Tarife anzubieten. Mit der Gesundheitsreform 2000 sind
diese Veränderungen noch einmal deutlich verbessert worden.

Das wichtigste Fazit hierzu ist jedoch
Wer zu Beginn einen Billigtarif wählt, kann (muss) später
mit extrem hohen Beiträgen rechnen. Wer gleich ein Auge auf dieses Kriterium
wirft, kann bei einem leistungsbeständigen Versicherer langfristig deutlich
mehr sparen.
Der ADB denkt, dass Sie in den Händen eines Versicherungsmaklers,
der unabhängig von den Versicherern arbeitet, in den besten Händen
sind.
Der ADB hat für Sie eine Reihe von Beispielen zusammengestellt, die
eine gewisse Vorstellung über die Beiträge erzeugen sollen - ein
individuell maßgeschneidertes Angebot senden wir Ihnen nach Ihren
Vorstellungen natürlich gern zu.
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