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Krankenvollversicherung und Studenten


Das Beste ist natürlich der Krankenversicherungsschutz zum Nulltarif. Dies ist über die Familienversicherung der Eltern (gesetzliche Krankenversicherung) bei Beachtung einiger Regelungen möglich:

mind. ein Elternteil oder der Ehepartner (bei verheirateten Studenten) ist Mitglied der gesetzlichen Kasse
wenn nur ein Elternteil Kassenmitglied ist, darf der andere Elternteil in 2002 nicht mehr als mtl. 3375 € (6601 DM) verdienen
wenn das monatliche Einkommen des Studenten nicht über der Geringfügigkeitsgrenze 2002 von 325 € (636,- DM) liegt
der Student das 25 Lebensjahr noch nicht vollendet hat (ev. verlängert durch Wehrdienst- bzw. Zivildienstzeit)

Wenn diese Bedingungen nicht mehr gegeben sind, kann der Student selbst Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung werden (Studentische Krankenversicherung). Studenten sind bis zum 30. Lebensjahr, längstens jedoch bis zum 14. Fachsemester, zu einem äußerst günstigen Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. 
Ausnahmen können diese Möglichkeit unter Umständen weiter verlängern.

Geburt eines Kindes und anschließender Betreuung. 
Behinderung. 
Erwerb der Zugangsvoraussetzungen zu einem Hochschulstudium über den zweiten Bildungsweg. 
längerer Erkrankung. 
Mitarbeit in Hochschulgremien. 
Ableistung von Wehr- oder Zivildienst sowie Verpflichtung als Zeitsoldat oder beim Bundesgrenzschutz. 
Nichtzulassung im Auswahlverfahren der ZVS. 
Betreuung behinderter Familienangehöriger. 

Wenn auch diese Zeit verstrichen ist, das Studium aber noch nicht beendet, bleibt der Weg für eine normale Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Der Student hat mit dem Ablauf der Familienversicherung auch die Möglichkeit des Abschlusses einer privaten Krankenversicherung. Auch wenn die Ausbildungstarife der privaten Versicherer günstiger als normale Tarife sind, sollte dieser Schritt sehr genau überlegt werden. In den meisten Fällen ist selbst die normale Mitgliedschaft einer gesetzlichen Krankenversicherung günstiger. 

Sollten jedoch die höheren Leistungen der privaten Versicherer von Bedeutung sein, sollte man sich die Angebote der Versicherer näher anschauen oder sich mit den Krankenzusatzversicherungen beschäftigen.