Alters-Vorsorge
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Ehe man sich jedoch mit den konkreten Vorsorgeprodukten beschäftigt, sollte
man sich mal sein Vorsorgelücke ausrechnen, was im Detail nicht ganz so
einfach ist. ADB-Rechner Vorsorgelücke
Kaum ein Tag vergeht, wo Sie nicht düstere Kommentare und Artikel
in Tages- oder Fachzeitschriften zur Rentenproblematik finden. Von "Gefahr
für die Rente", vom "Gespenst einer kleinen Einheitsrente" ist die Rede.
Auch die Bundesregierung wird nicht Müde, immer neue Rentenpläne
bzw. Rentenreformansätze hervorzubringen, die stets nur ein Ergebnis
gebracht haben, nämlich die stetige Verschlechterung der Rentenleistungen
und steigende Beiträge.
(Der Anstieg für 1998 auf 21 % Beitragssatz
ein absoluter Rekord an die BfA / LVA wurde nur in letzter Instanz abgewendet.
Dafür jedoch muss ab April 1998 jeder Bürger ein Prozent mehr
Mehrwertsteuer bezahlen und seien es die Brötchen beim Bäcker.
Insgesamt sicher ein noch schlechteres Geschäft, einzig die Industrie
ist der Gewinner, denn die Mehrwertsteuer wird vom Bürger allein
bezahlt.)
Nicht viel besser ist auch die Senkung der Rentenbeiträge in
1999 / 2001 auf nunmehr 19,5 / 19,1 %, die durch eine Vielzahl von
Steuererhöhungen (u.a. Mineralölsteuer) durch alle Bürger und nicht nur die
begünstigten Angestellten nachhaltig kompensiert wurde. Aber auch dies hat
nicht lange gehalten denn mit 19,5 sind schnell wieder alte
Höhen eingezogen, obwohl gleichzeitig die Mineralölsteuer erneut angehoben wird.
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Mit den Plänen
vom ehemaligen "Rentenminister"
Riester kam 2001/2 wieder viel Schwung in die Debatten um die
Rentenabsicherung. Aber erst Ende 2005 und wahrscheinlich auch 2006 wurde die
reformierte Riesterrente endlich hoffähig - keine Wunder - ist sie heute bald
das einzige noch existierende Steuermodell für nahezu Jedermann.
Auch wenn die Rente sicherlich nicht gestrichen wird, in Gefahr gekommen
ist sie sowohl. Leider hat sich der Realpolitiker Biedenkopf (ehemaliger
Ministerpräsident Sachsen)
mit der realistischeren Grundrente aus Steuermittel zu freiwerdenden Mitteln
für die eigene Vorsorge nicht durchsetzen können, doch dies wird
sicher nicht der letzte Versuch gewesen sein. Andere Staaten haben diesen
(zugegebenermaßen tiefgreifenden und herben) Schritt bereits getan.
Denn hier sind objektive Prozesse in Gange, die durch einfache Rhetorik nicht
außer Kraft zu setzen sind. Aber auch bei diesem sensiblen Thema der
Reihe nach.
Zuerst sollte man sich einmal das derzeitige gesetzliche Rentensystem anschauen,
um eine ordentliche Basis für die Diskussion der schwierigen Problematik
zu haben.
Das neue gesetzliche Rentensystem in groben Zügen
(Schichtenmodell)
Die gesetzliche Rentenversicherung ist das größte und zugleich
bedeutendste Element der deutschen Sozialversicherung. Es soll die
Grundversorgung für alle Bürger gewährleisten. Alle Angestellten
und Arbeiter sowie eine Vielzahl der Selbständigen sind hierüber
abgesichert. Für die Arbeiter, Angestellten und einen Teil der
Selbständigen (z.B. Handwerker) ist die gesetzliche Rentenversicherung
eine Pflichtversicherung, der sie einen nicht unbeträchtlichen Teil
Ihres Einkommens abführen müssen.
Die gesetzliche Rente war und ist (sie wird es auch in den nächsten
Jahren bleiben) die wichtigste Quelle für die Altersversorgung. Jedoch
von vornherein nicht die einzigste Quelle fürs Renteneinkommen. In
Deutschland wird seit 2005 das sogenannte Schichtenmodell favorisiert.

Worin besteht nun das Problem ? damals wie heute
Das Problem besteht in dem an sich sinnvollen Prinzip des
Generationenvertrages.
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Der Generationenvertrag
Der Generationenvertrag sagt aus, das die eine Generation für die
andere Generation aufkommt. D.h. die Rentenbeiträge des jetzt Tätigen
werden nicht für ihn selbst angesammelt, sondern sofort wieder an die
heutigen Rentner ausgeteilt.
Man nennt dieses Prinzip auch Umlageverfahren, die junge Generation
versorgt die alte Generation und erwartet dies auch von den zukünftigen
Generationen. Um dies noch einmal klar auszudrücken: Die jetzigen
Berufstätigen zahlen die Rente für die vergangenen
Berufstätigen.
Dieses Prinzip funktioniert so lange, wie ein ausgewogenes Zahlenverhältnis
zwischen Alten und Jungen besteht. Schaut man sich jedoch den deutschen
Lebensbaum einmal näher an, so weicht er (wie auch der anderer
westeuropäischer Länder) ganz erheblich vom Ideal eines Dreiecks
ab.
mehr Statistik - die Entwicklung
der deutschen Alterspyramide
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Wenn man diesen Lebensbaum aus 1995 (2002 kein wesentlicher Unterschied - nur
das wir dem rentenmäßigem Kollaps näher gekommen sind) für die
Bevölkerungsstrukturentwicklung zugrunde legt, sind sich alle Experten
einig, dass die Schere zwischen Beitragszahler und Rentner kräftig
auseinander geht. Strittig ist meist nur das Ausmaß der Entwicklung.
Einen optischen Eindruck kann nachfolgende Grafik vermitteln.
Kommen heute auf einen Rentner durchschnittlich noch 2 Berufstätige
(das heißt deren Beiträge), so wird voraussichtlich im Jahr 2025
das Verhältnis eins zu eins erreicht.
Dann müsste ein durchschnittlich verdienender Berufstätige
so viel Beitrag zahlen, dass ein durchschnittlicher Rentner seine Rente
erhält und der anteilige Verwaltungsapparat bezahlt wird.
(Die
Bundesversicherungsanstalt BfA in Berlin beschäftigt allein ca. 14.500
Mitarbeiter.) mehr Statistik ...
Ob dies von den Einkünften bezahlbar ist, darf bezweifelt werden. Andere
Länder mit ähnlichen demographischen Problemen gehen dort mit der
traurigen Wahrheit offener um. So hat der britische Premier seine Landsleuten
dringend aufgefordert, die eigenen Anstrengungen für die Altersabsicherung
stark zu intensivieren, da er keine Garantie des staatlichen Rentensystem
über die Jahrtausendgrenze geben kann.
Dieses demographische Hauptproblem wird durch weitere Entwicklungen und
wirtschaftliche / soziale Trends noch verstärkt.
Lebenserwartung
So steigt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland weiter an,
(eigentlich eine schöne Sache, leider aber auch recht teuer, da die
Renten heute durchschnittlich 10 Jahre länger gezahlt werden müssen
als noch vor 30 Jahren).
So stieg die Lebenserwartung auch in den letzten Jahren und steigt weiter.
| Lebenserwartung in Jahren |
1991 |
1992 |
1993 |
1994 |
1995 |
1998 |
1999 |
2025* |
| Frauen |
79,08 |
79,29 |
79,48 |
79,69 |
80,1 |
80,27 |
80,57 |
82,6 |
| Männer |
72,68 |
72,90 |
73,11 |
73,37 |
73,6 |
74,04 |
74,44 |
76,2 |

(Quelle Statistisches Bundesamt2002 *2025 Prognose)
noch mehr Statistik ...
geringeres Renteneintrittsalter
Seit der Einführung der flexiblen Ruhestandsreglungen beginnt die Rente
für die Mehrheit der Bürger deutlich vor dem 65. Lebensjahr. Lediglich
10% der Beschäftigter geht heute erst mit 65 in den Ruhestand. Seit
der Rentenreform 1992 werden für jeden Monat 0,3% (3,6 % im Jahr) weniger
von der zustehenden Rente ausbezahlt.
D.h. hier entstehen neue
zusätzliche Lücken in der Altersversorgung.
aktuelle wirtschaftlich / soziale Trends
-

die Studien- und Ausbildungszeiten
in Deutschland sind weiterhin eine der längsten der Welt
-
 
weiterhin hohe
Arbeitslosenzahlen bedingen immer weniger Beitragszahler
-

geringes
bzw. mäßiges Wirtschaftswachstum
-

niedrige Lohn- und Gehaltzuwächse
FAZIT
Trotz massiver Anstrengungen (Beitragssteigerungen und / oder
Leistungskürzungen) ist das Rentenproblem existent und jeder Bürger
ist bestens beraten, sich selbst eine private Basis für die Altersvorsorge
zu schaffen.
Da sind wir auch schon beim Thema Beitrag
Der Beitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung
Der Beitrag in der gesetzlichen Rentenversicherung wird für Angestellte
und Arbeiter als prozentualer Beitragssatz vom Monatsbruttoverdienst erhoben.
Dabei teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Beitragslast. In den letzten
Jahren nahm der Satz nachstehende Entwicklung:
1995 * Einführung Pflegeversicherung
2000 ** Herabsenkung durch Erhöhung der Mineralölsteuer (Ökosteuer)
2001 *** erneute Herabsenkung (ab Mai 2001) durch weitere Erhöhung der Mineralölsteuer (Ökosteuer)
2002 **** weitere Erhöhung der Mineralölsteuer (Ökosteuer)
2003
**** weitere Erhöhung der Mineralölsteuer (Ökosteuer)
Man sieht, selbst in nur wenigen Jahren sind große Beitragserhöhungen
vorgenommen worden, um die Rentenversorgung abzusichern. Ganz zu schweigen
von Beitragssätze aus vergangene Jahren wie z.B. 1964 14,0 % des
Monatsbrutto.
Selbst die Ökosteuer konnte den Kollaps nur aufschieben, sicher nicht
verhindern.
Daneben ist auch die Rentenreserve auf nahezu NULL abgesunken

Die Leistungen sind jedoch in den letzten Jahren (insbesondere durch die
Rentenreform 1992) deutlich gefallen.

* den sogenannten Eckrenter gibt es jedoch eigentlich fast nie
** durch die letzten und zukünftigen Nullrunden ist die preisbereinigte Rente
ab 2004
deutlich gefallen
So beträgt die durchschnittliche Altersrente lediglich:

genauere Angaben aus 2001- mehr Statistik Genauere
Angaben für die Rentenzugänge in 2001 - noch mehr
Statistik
Das hier trotz einer eventuellen Firmenrente von 100 - 300 € (leider nur
für jeden zweiten Beschäftigten (West)) eine nicht unerhebliche
Versorgungslücke bereits heute auftaucht, liegt auf der Hand.
Aus diesem Grund halten wir ein starkes privates Engagement für die
Absicherung im Alter für unausweichlich.
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private
Rentenversicherung
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klassische
Lebensversicherung
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fondsgebundene
Lebensversicherung
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