Alters-Vorsorge
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Das alte gesetzliche Rentensystem in groben
Zügen
(Drei Säulenmodell)
Ehe man sich jedoch mit den konkreten Vorsorgeprodukten
beschäftigt, sollte man sich mal sein Vorsorgelücke
ausrechnen, was im Detail nicht ganz so einfach ist. ADB-Rechner
Vorsorgelücke
Die gesetzliche Rentenversicherung ist das größte und zugleich
bedeutendste Element der deutschen Sozialversicherung. Es soll die
Grundversorgung für alle Bürger gewährleisten. Alle Angestellten und
Arbeiter sowie eine Vielzahl der Selbständigen sind hierüber abgesichert. Für die Arbeiter, Angestellten und einen Teil der
Selbständigen (z.B. Handwerker) ist die gesetzliche Rentenversicherung
eine Pflichtversicherung, der sie einen nicht unbeträchtlichen Teil Ihres
Einkommens abführen müssen.
Die gesetzliche Rente war und ist (sie wird es auch in den nächsten Jahren
bleiben) die wichtigste Quelle für die Altersversorgung. Jedoch von vornherein
nicht die einzigste Quelle fürs Renteneinkommen. In Deutschland wurde bis vor
kurzem das sogenannte Dreisäulenkonzept favorisiert.
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(Zu jedem Zeitpunkt war die private Vorsorge Bestandteil des
Absicherungskonzeptes für das Alter.)
Worin besteht nun das Problem ? damals wie heute
Das Problem besteht in dem an sich sinnvollen Prinzip des
Generationenvertrages.
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Der Generationenvertrag
Der Generationenvertrag sagt aus, das die eine Generation für die
andere Generation aufkommt. D.h. die Rentenbeiträge des jetzt Tätigen
werden nicht für ihn selbst angesammelt, sondern sofort wieder an die
heutigen Rentner ausgeteilt.
Man nennt dieses Prinzip auch Umlageverfahren, die junge Generation
versorgt die alte Generation und erwartet dies auch von den zukünftigen
Generationen. Um dies noch einmal klar auszudrücken: Die jetzigen
Berufstätigen zahlen die Rente für die vergangenen
Berufstätigen.
Dieses Prinzip funktioniert so lange, wie ein ausgewogenes Zahlenverhältnis
zwischen Alten und Jungen besteht. Schaut man sich jedoch den deutschen
Lebensbaum einmal näher an, so weicht er (wie auch der anderer
westeuropäischer Länder) ganz erheblich vom Ideal eines Dreiecks
ab.
mehr Statistik - die Entwicklung
der deutschen Alterspyramide
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Wenn man diesen Lebensbaum aus 1995 (2002 kein wesentlicher Unterschied - nur
das wir dem rentenmäßigem Kollaps näher gekommen sind) für die
Bevölkerungsstrukturentwicklung zugrunde legt, sind sich alle Experten
einig, dass die Schere zwischen Beitragszahler und Rentner kräftig
auseinander geht. Strittig ist meist nur das Ausmaß der Entwicklung.
Einen optischen Eindruck kann nachfolgende Grafik vermitteln.
Kommen heute auf einen Rentner durchschnittlich noch 2 Berufstätige
(das heißt deren Beiträge), so wird voraussichtlich im Jahr 2025
das Verhältnis eins zu eins erreicht.
Dann müsste ein durchschnittlich verdienender Berufstätige
so viel Beitrag zahlen, dass ein durchschnittlicher Rentner seine Rente
erhält und der anteilige Verwaltungsapparat bezahlt wird.
(Die
Bundesversicherungsanstalt BfA in Berlin beschäftigt allein ca. 14.500
Mitarbeiter.) mehr Statistik ...
Ob dies von den Einkünften bezahlbar ist, darf bezweifelt werden. Andere
Länder mit ähnlichen demographischen Problemen gehen dort mit der
traurigen Wahrheit offener um. So hat der britische Premier seine Landsleuten
dringend aufgefordert, die eigenen Anstrengungen für die Altersabsicherung
stark zu intensivieren, da er keine Garantie des staatlichen Rentensystem
über die Jahrtausendgrenze geben kann.
Dieses demographische Hauptproblem wird durch weitere Entwicklungen und
wirtschaftliche / soziale Trends noch verstärkt.
Lebenserwartung
So steigt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland weiter an,
(eigentlich eine schöne Sache, leider aber auch recht teuer, da die
Renten heute durchschnittlich 10 Jahre länger gezahlt werden müssen
als noch vor 30 Jahren).
So stieg die Lebenserwartung auch in den letzten Jahren und steigt weiter.
| Lebenserwartung in Jahren |
1991 |
1992 |
1993 |
1994 |
1995 |
1998 |
1999 |
2025* |
| Frauen |
79,08 |
79,29 |
79,48 |
79,69 |
80,1 |
80,27 |
80,57 |
82,6 |
| Männer |
72,68 |
72,90 |
73,11 |
73,37 |
73,6 |
74,04 |
74,44 |
76,2 |

(Quelle Statistisches Bundesamt2002 *2025 Prognose)
noch mehr Statistik ...
geringeres Renteneintrittsalter
Seit der Einführung der flexiblen Ruhestandsreglungen beginnt die Rente
für die Mehrheit der Bürger deutlich vor dem 65. Lebensjahr. Lediglich
10% der Beschäftigter geht heute erst mit 65 in den Ruhestand. Seit
der Rentenreform 1992 werden für jeden Monat 0,3% (3,6 % im Jahr) weniger
von der zustehenden Rente ausbezahlt.
D.h. hier entstehen neue
zusätzliche Lücken in der Altersversorgung.
aktuelle wirtschaftlich / soziale Trends
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die Studien- und Ausbildungszeiten
in Deutschland sind weiterhin eine der längsten der Welt
-
 
weiterhin hohe
Arbeitslosenzahlen bedingen immer weniger Beitragszahler
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geringes
bzw. mäßiges Wirtschaftswachstum
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niedrige Lohn- und Gehaltzuwächse
FAZIT
Trotz massiver Anstrengungen (Beitragssteigerungen und / oder
Leistungskürzungen) ist das Rentenproblem existent und jeder Bürger
ist bestens beraten, sich selbst eine private Basis für die Altersvorsorge
zu schaffen.
Aus diesem Grund halten wir ein starkes privates Engagement für die
Absicherung im Alter für unausweichlich.
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private
Rentenversicherung
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klassische
Lebensversicherung
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fondsgebundene
Lebensversicherung
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