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Vorgeschichte der Rentenreformpläne




1. Kapital 
Vorgeschichte  des Besteuerungsversuch von Lebensversicherungen 1999

die rot-grünen Pläne zur Besteuerung von Kapitallebensversicherungen wurden im Vermittlungsausschuss im Dezember 1999 zu Fall gebracht.

Trotzdem ist die Besteuerung nicht völlig aus der Welt. Die beide großen Parteien wollen sich im Frühjahr zu Vorsorgemodelle generell zusammensetzen. (auch die CDU wollte vor kurzem die Altersvorsorge besteuern)

Das Zusammensetzen ist jedoch vorerst gescheitert, die CDU/CSU Opposition hat die Rentenreformgespräche verlassen bzw. boykotiert diese. Nach der Schlappe bezüglich der Steuerreform im Bundesrat hat die CDU/CSU beschlossen jedoch wieder kooperativer zu werden, man darf gespannt sein.

Näheres zum letzten Reformansatz im Dezember 1999

2. Kapital 
Vorgeschichte  der Riesterrente


Reformpläne aus 2000:

bis zum Jahr 2020 soll der Beitragssatz zur Rentenversicherung bei 20 Prozent bleiben
und bis zum Jahr 2030 soll der Beitragssatz möglichst 22 Prozent nicht übersteigen
gleichzeitig soll das Rentenniveau 64 Prozent nicht unterschreiten
bereits wieder geändert auf 67 Prozent als Ziel

NEU an den Rentenreformplänen der Bundesregierung ist der Aufbau einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge. Zusammen mit der privaten Altersvorsorge und der gesetzlichen Rente soll ein Gesamtrentenniveau von 70 Prozent erreicht werden.

privater Eigenbeitrag zur Rentenvorsorge, steuerlich gefördert
Abschlagvereinbarung der gesetzlichen Rentenversorgung ab 2011

auch hier wurden im Laufe der Diskussion wieder Veränderungen vorgenommen
der Ausgleichsfaktor wurde kurz vor Weihnachten 2000 gekippt

Man möchte der wackligen gesetzlichen Altersvorsorge ein solides privates kapitalgedecktes Fundament geben. Hierbei sollen schrittweise bis zu 4% vom Gehalt als Eigenvorsorge auf freiwilliger Basis investiert werden. Die Förderung soll "großzügig" sein. Die zusätzliche Eigenvorsorge und damit auch die Förderung sollen innerhalb von 8 Jahren stufenweise eingeführt werden.

Problematisch hierbei ist sicher nicht die Eigenfürsorge, das kapitalgedeckte Verfahren sondern, dass erstmalig mit staatlicher Hilfe die paritätische Altersabsicherung (Arbeitnehmer und Arbeitgeber beteiligen sich je zur Hälfte) aufgegeben wird. Dies ist auch der Hauptkritikpunkt der Gewerkschaften und Grund für die freudige Begrüßung fast aller Arbeitgeber.

Nachfolgend eine Beispielrechnung des Bundesministerium über die Leistungsniveauveränderung der gesetzlichen Rentenversicherung.
Das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV), der zusätzlichen Altersvorsorge und das Gesamtleistungsniveau ergeben sich aus der folgenden Tabelle: 

(auch diese Tabelle ist nicht mehr aktuell, verdeutlicht aber recht gut die angestrebte Idee)



Grafik BMA (Sommer 2000)
Hinweise:
- Rechnung für Standardrentner (45 Jahre Beitragszahlung aus Durchschnittsverdienst) 
- Kapitalvorsorgebeitrag steigt um 0,5% in 2001 auf 4,0% in 2008 
(ist bereits geändert auf 4 Schritte zu je 1%)
- Kapitalvorsorgebeitrag wirkt voll auf den Nettolohn 
- linearer Ausgleichsfaktor steigt ab 2011 um 0,3% jährlich auf 6,0% in 2030
(ist wie bereits oben erwähnt gestrichen)

Mitte Februar 2001 war nun Termin im Bundesrat für die Rentenreform der Bundesregierung. Die nichtzustimmungspflichtigen Teile sind damit durch, alle anderen Teile sind jedoch wieder offen, da hier eine Mehrheit die Vorstellungen des Riester-Ministeriums abgelehnt hat. 
Durch die Neufassung des Betriebsmitbestimmungsrechtes sind jedenfalls die Gewerkschaften zu größeren Kompromissen bereit und haben offensichtlich ihre Gegnerschaft zur Rentenreform aufgegeben.

Auch konnte im April / Mai 2001 durch weitere inhaltliche Änderungen (Immobilien, Förderung etc) den unions-geführten Ländern entgegengekommen werden. Schlußendlich hat das Angebot, die Zertifizierungsbehörde (prüft die Förderfähigkeit von Altersvorsorgeprodukten) mit Ihren 1000-1500 Arbeitsplätzen in Berlin und Brandenburg anzusiedeln, dazu geführt, das am 11. Mai 2001 eine mehrheit auch im Bundesrat für das Rentenreformpaket zustande kam.

Die Förderrente tritt daher planmäßig zum 1.1.2002 in Kraft.




Fazit

 

Kasse machen im Alter.

 

Vorsorge allgemein   Zuerst sollten wir uns damit beschäftigen, warum die Vorsorge leider immer wichtiger wird.
private Rentenversicherung Fürs Alter genau die richtige Wahl 
Riesterrente
Riesterrente - die richtige Wahl für Gutverdiener und große Familien
Risikolebensversicherung   Viel Sicherheit für recht wenig Geld
Kapitallebensversicherung nur in seltenen Fällen noch sinnvoll
fondsgebundene Lebensversicherung / Rentenversicherung    Gute Renditen bei mittlerweile ausgefeilten und kundenfreundlichen Angeboten
Direktversicherung kompliziert jedoch seit 2005 wieder hochattraktiv